29.01.08
Ingo Friedrich: Erinnerung an Holocaust wach halten
Holocaust-Gedenkfeier im Europäischen Parlament
"Die Geschichte des Holocaust muss für immer allen Menschen Mahnung und Erinnerung bleiben. 63 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind die Schutzrechte von Minderheiten und die Einhaltung von Menschenrechten immer noch nicht überall gewährleistet", erklärte Ingo Friedrich bei der Gedenkfeier anlässlich des dritten internationalen Holocaust-Gedenktages im Europäischen Parlament am 28. Januar in Brüssel. "Das europäische Wunder der Aussöhnung zwischen den ehemals verfeindeten europäischen Völkern sollte uns globales Vorbild für die Lösung bestehender Konflikte sein", erklärte der stellvertretende CSU-Parteivorsitzende.
Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering und Moshe Kantor, der Präsident des "European Jewish Congress" sowie Helmut Specht, der Vorsitzende der "European Coalition for Israel" betonten die Aktualität der Botschaft des Holocaust und dessen Bedeutung für die Zukunft. Präsident Pöttering mahnte: "Die Befreiung der Konzentrationslager wurde zur Stunde Null des neuen Europa und verpflichtet ganz Europa zur Menschlichkeit und gegen jede Art von Extremismus einzutreten." Das Europäische Parlament müsse stets eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus einnehmen. Der stellvertretende israelische Außenminister Mr. Majalli Whbee unterstrich die Bedeutung sicherer Grenzen für das israelische Volk und appellierte an die Solidarität aller freiheitsliebender Menschen.
Die Gedenkfeier unter Schirmherrschaft von Ingo Friedrich wurde gemeinsam mit der "European Coalition for Israel", einer Initiative von vier internationalen christlichen Organisationen, durchgeführt. Untermalt wurde die Gedenkstunde durch ergreifende Musikstücke für Violine, Viola und Klarinette.