04.07.07
"Europäische Symbole - jetzt erst recht!"
Appell: Identitätsstiftende Wirkung der Europa-Hymne und Fahne verstärkt nutzen!
"Es ist völlig unverständlich, dass im zukünftigen EU-Reformvertrag ausgerechnet die Symbole Europäische Fahne, Hymne und das Motto "In Vielfalt geeint", nicht erwähnt werden sollen. Gerade sie sind es doch, die dem nüchternen europäischen Projekt eine Seele einhauchen und ein Herz schenken. Ich kenne keinen Bürger Europas, der von Beethovens 9. Sinfonie unberührt bliebe", zeigte sich Ingo Friedrich, Präsidiums- mitglied des Europäischen Parlaments und stellvertretender CSU-Parteivorsitzender überzeugt. Die Europaflagge stehe seit 1986 als weltbekanntes Symbol für die europäischen Werte und das europäische Lebensmodell, also insbesondere für Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Solidarität.
Es wäre geradezu töricht, die Symbole der Europäischen Union, also Hymne, Fahne und das Motto "In Vielfalt geeint", nun weniger häufig zu nutzen als bisher. Die Rechtslage bleibe durch die Nicht-Erwähnung unverändert und damit bleibe auch die Bedeutung der Symbole völlig unangetastet. Die richtige Reaktion auf die Nicht-Erwähnung müsse umgekehrt lauten: "Jetzt erst recht!". "Ich rufe deshalb alle engagierten Europäer auf, als Reaktion auf die Nicht-Erwähnung Flagge, Hymne und Motto der Europäischen Union noch häufiger zu zeigen als bisher."
Im Europäischen Parlament werde derzeit darüber nachgedacht, bei offiziellen Besuchen zur Begrüßung die Europahymne zu spielen. Der Präsident des Europäischen Parlaments wurde wie selbstverständlich im israelischen Parlament – der Knesset – mit der Europahymne begrüßt. Ingo Friedrich: "Es scheint, als habe die Welt die Symbole der EU schon längst verinnerlicht. Auch wir selbst müssen deshalb zu unseren Symbolen stehen und dadurch das europäische Gemeinschaftsgefühl stärken." Er selbst befürworte die Idee auch eines gemeinsamen Textes für die Hymne. "Eines Tages wird jedes Kind in Europa wie selbstverständlich neben dem Einmaleins auch den Hymnen-Text der Europäischen Union aufsagen können", so Ingo Friedrich.