08.08.07
Einfuhr gefährlicher Handelswaren aus Fernost muss gestoppt werden!
Strengere Sicherheitsmaßnahmen in China fällig / EU-Richtlinien müssen eingehalten werden
"Die Einfuhr gefährlicher Handelswaren aus Fernost, die gesundheitliche Schäden hervorrufen können, muss gestoppt werden" verlangt Ingo Friedrich, Quästor und Präsidiumsmitglied des Europäischen Parlaments angesichts alarmierender Presseberichte. Mit allen Mitteln müsse versucht werden, die chinesische Regierung dazu zu bringen, strengere Sicherheitsstandards bei ihren Firmen durchzusetzen, insbesondere durch eine engere Zusammenarbeit zwischen chinesischen und europäischen Behörden. "Sichere Importprodukte aus Fernost sind wichtig – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger Europas als auch für China selbst", so der stellvertretende CSU-Parteivorsitzende.
Ein weiterer Ansatzpunkt sollte ein für alle Länder harmonisiertes Verfahren zur Kontrolle von Importen sein. "Oftmals scheitert die Durchsetzung der EU-Richtlinien an der mangelnden Zusammenarbeit von Behörden verschiedener Länder", ließ Ingo Friedrich verlauten.
Importprodukte aus China sorgten in den vergangenen Wochen durch mehrere Skandale, bei denen unter anderem auch Kinder erkrankten, für Aufregung. So wurden in Spanien Anfang Juli zwei chinesische Zahnpasta-Marken wegen potenzieller Gesundheitsgefährdung vom Markt genommen. Bereits 2006 wurde Peking Zugriff auf das europäische Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte gewährt, um strengere Standards durchzusetzen.
Kurz vor dem Besuch der EU-Verbraucherschutz-Kommissarin Meglena Kuneva wurden von der chinesischen Regierung drei Unternehmen geschlossen, die bei der Tierfuttermittel- und Medikamentenherstellung für Aufruhr gesorgt hatten. Diese Entscheidung der chinesischen Regierung könne allerdings nur den Anfang für umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen darstellen, so Dr. Ingo Friedrich.