31.05.07
"Die G8-Staaten sollten von Europa lernen!"
Erweiterung der G8 gefordert / klare Absage an Gipfelgegner
"Wer oder was denn sonst als regelmäßige Treffen der Vertreter großer und wichtiger Staaten hat denn die Chancen die riesigen globalen Herausforderungen wie Klimaschutz und Armut zu bewältigen und die Globalisierung menschenwürdig zu gestalten?" fragt der CSU-Europaabgeordnete und stellvertretende CSU-Parteivor- sitzende Ingo Friedrich die Gipfelgegner. Gleichzeitig plädierte er für eine sinnvolle Erweiterung der G8-Staatenrunde zumindest um China und Indien. Wer von diesen neuen schnell wachsenden Wirtschaftsriesen verlange, dass sie sich an gemeinsame Spielregeln in Sachen fairer Handel und Klimaschutz hielten, müsse sie in die Verhandlungen einbinden.
Die aktuellen kontroversen Diskussionen um den G8-Gipfel in Heiligendamm erinnern den seit 1979 im Europäischen Parlament tätigen und heutigen Quästor des Europäischen Parlaments an Diskussionen anlässlich der ersten Treffen der sechs Gründerstaaten der Europäischen Union. Auch damals wurde den sechs vorgeworfen, sie könnten nicht für ganz Europa sprechen. Heute weiß man, sie bildeten den Anfang des heute gemeinsam auftretenden Europas. Von dieser Entwicklung können die G8-Staaten lernen, um durch entsprechende Erweiterung in Bälde überzeugend und repräsentativ für die ganze Welt sprechen zu können.
Den Gegnern des G8-Treffens muss vorgeworfen werden, nur nach Schuldigen für Fehlentwicklungen der globalisierten Welt zu suchen und nicht zu erkennen, dass solche Treffen den Beginn einer globalen Diskussion über globale Themen darstellen. "Die hohen Erwartungen sind zwar kaum zu erfüllen, aber wenn die großen Ziele beim Klimaschutz, der sicheren Energieversorgung, der Afrikahilfe und der friedlichen Stabilisierung gefährlicher Krisenregionen nur zu einem Teil erreicht würden, wäre dies bereits ein großer Fortschritt für die Menschheit." so Ingo Friedrich. Bei vielen Menschen sei eine diffuse Angst vor der Globalisierung feststellbar. Diese Haltung werde von den Gipfelgegnern schamlos ausgenutzt, um die demokratisch gewählten Vertreter der G8-Staaten als konspirativen Geheimzirkel darzustellen, der Schuld an allen Missständen der Welt habe, statt die Möglichkeiten zu erkennen, die derartige Zusammenkünfte eröffnen.
Vor diesem Hintergrund sei es absolut unerträglich, wenn sich der frühere CDU- Generalsekretär Heiner Geißler einer Organisation anschließe, die mit fragwürdigen Methoden einem unrealistischen Weltbild hinterherlaufe. "Es gibt derzeit weltweit keine Organisation, die so schnell so viel bewegen kann, wie diese acht Staaten, wenn sie gemeinsam handeln ", konstatiert der CSU-Parteivize.