23.04.07
Christenmorde beweisen fehlende Beitrittsreife der Türkei
Verheerende Lage der Christen in der Türkei / EU-Beitritt rückt in weite Ferne
"Die sich häufenden Christenmorde in der Türkei sind ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Türkei in Fragen der Religionsfreiheit, aber auch des Minderheitenschutzes noch meilenweit von europäischen Standards entfernt ist", erklärte der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) und stellvertretende CSU-Vorsitzende, Dr. Ingo Friedrich.
Die grauenhaften Morde und die völlig fehlende Rechtssicherheit für Kirchen und christliche Organisationen belegen das Klima der Unterdrückung der Religionsfreiheit und die Missachtung des Minderheitenschutzes. "Die politische Führung der Türkei muss diese Morde als Alarmsignal verstehen, wenn sie vermeiden will, dass islamistische Kräfte die Türkei von der Demokratie wegführen", warnte Ingo Friedrich. Der türkische Staat stehe in der Pflicht zu einer rückhaltlosen Aufklärung aller Morde.
Ein unverändertes Vorangehen der EU-Beitrittsgespräche ist unter diesen Umständen undenkbar, so der CSU-Europapolitiker.