Brüssel, Donnerstag 10. Juli 2008
"Schicksal des Journalisten Ulfkotte darf nicht unbeantwortet bleiben!"
Islamkritische Haltung rechtfertigt keinesfalls Mordaufrufe
"Das Schicksal von Udo Ulfkotte und seiner Frau darf nicht unbeantwortet bleiben!", appellierte Ingo Friedrich am Rande einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg. Der stellvertretende CSU-Vorsitzende und Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU bedauerte das Schweigen der Medien im Fall Ulfkotte. Der Journalist und Islamkritiker Udo Ulfkotte und seine Frau erhielten zahlreiche Morddrohungen, nachdem sie irrtümlich für ein im Internet veröffentlichtes Anti-Islam-Video verantwortlich gemacht wurden. Das Ehepaar sah sich gezwungen unterzutauchen, obwohl inzwischen der wahre Produzent des fraglichen Videos ermittelt werden konnte.
Die Resonanz in der Presse zu diesem Ereignis ist sehr beschränkt. "Es ist schockierend, dass die Medien diesen besorgniserregenden Fall kaum aufgreifen und dass sich Islamverbände nicht öffentlich von diesem Mordaufruf distanzieren oder mithelfen, das Missverständnis um die Urheberschaft des umstrittenen Videos aufzuklären", so Ingo Friedrich, Präsidiumsmitglied des Europäischen Parlaments. Es sei inakzeptabel, dass Kritik am Islam mit Morddrohungen beantwortet werde.