Brüssel, Montag 13. Oktober 2008
Ingo Friedrich geht zurück in den Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments
In der Finanzkrise ist Europa im Kern gefordert / Interessen des Mittelstandes wieder mehr Gehör verschaffen
Ende Oktober 2008 wird Ingo Friedrich wieder in den Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments gehen. Dort wird er für die CSU den Platz von Alexander Radwan übernehmen, der im September in den Bayerischen Landtag gewählt wurde. "Angesichts der akuten Finanzkrise ist die Arbeit im Wirtschaftsausschuss von besonderer Bedeutung", betont der stellvertretende CSU-Parteivorsitzende.
Jetzt gehe es zuallererst um die Wiederherstellung des Vertrauens in das Finanzsystem. Der größte Fehler bestand darin, dass dem bereits globalisierten Finanzmarkt keine globalen Regeln für Hedgefonds, Zweckgesellschaften und Ähnlichem gegenüber gestellt wurden. Die Lösung der Krise stelle eine Bewährungsprobe für die ganze Europäische Union dar, so Ingo Friedrich. "Je schneller die Finanzkrise bewältigt werden kann, desto geringer sind die Auswirkungen auf die Realwirtschaft."
Der gelernte Diplom-Volkswirt war bereits zwischen 1979 und 2004 Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments. Er setzte sich nachhaltig für die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) ein, die er gegen zahlreiche Versuche politischer Einflussnahme verteidigte. Außerdem leistete Ingo Friedrich auf europäischer Ebene Pionierarbeit für den Mittelstand. Daran möchte er anknüpfen und auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, den Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa wieder mehr Gehör zu verschaffen.
"Ich freue mich darauf, im Wirtschaftsausschuss an meine langjährigen Erfahrungen, insbesondere in der Mittelstandspolitik, anknüpfen zu können", so der langjährige CSU-Europaabgeordnete. Gleichzeitig endet seine Mitgliedschaft im Ausschuss für Konstitutionelle Fragen. Zuletzt hatte er als Berichterstatter erfolgreich neue Regeln für ein transparentes Lobbyistenregister durchgesetzt.