Als stellvertretender Vorsitzender einer Arbeitsgruppe des Parlamentspräsidiums hat Ingo Friedrich 2008 maßgeblich an der Umsetzung eines neuen Regelwerks für die Abgeordneten des Europäischen Parlaments (EP) mitgewirkt. Bisher wurden die Abgeordneten von ihren Heimatländern nach nationalen Gepflogenheiten bezahlt, d.h. die gleiche Arbeit in Brüssel bzw. in Straßburg wurde sehr unterschiedlich vergütet. Künftig erhalten alle Abgeordneten die gleiche europäische Bezahlung und in der Höhe am deutschen Modell orientiert. Bei der Erstattung der Flugkosten wurde die bisherige Pauschale durch eine Erstattung der tatsächlich angefallenen Kosten ersetzt. Und: durch einheitliche europäische Bestimmungen für die Beschäftigung von parlamentarischen Mitarbeitern wird die rechtliche Grauzone, in der europäische Assistenten heute häufig arbeiten, abgeschafft. Schließlich hat Ingo Friedrich als zuständiger Parlamentsberichterstatter den Einfluss von Lobbyisten auf die Gesetzesarbeit im Parlament transparenter gestaltet. Interessenvertreter müssen sich zukünftig registrieren lassen und ihre Finanzierungsquellen offen legen. Außerdem werden künftig die Gesetzestexte des Parlaments eine Auflistung derjenigen Lobbyorganisationen enthalten, die an der Entstehung des Gesetzes beteiligt waren.